Angelrolle ölen – eine Kurzanleitung

Nützliche Tipps zur Pflege, Reinigung und Wartung der Angelrolle
Damit Sie lange Freude an Ihrer Rute haben, ist eine regelmäßige Wartung wichtig.

Die Angelrolle, eine Schnurablage, die zum Auswerfen der Angelschnur und zum Einholen des Fisches benötigt wird, muss regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Wenn es nicht gut läuft, kann die Fischerei zur Folter werden. Das Wichtigste nach der Reinigung ist das richtige Öl.

In diesem Leitfaden erklären wir Schritt für Schritt, wie man eine Angelrolle ölt. Aber warum ist es notwendig?

Warum ist es notwendig, eine Angelrolle zu ölen?

Zunächst einmal lassen Schmutz und Beanspruchung der beweglichen Teile der Angelrute die kleinsten Metallpartikel verschwinden. Sie befinden sich im Schmierfett der Rolle und die verschiedenen Teile der Angelrolle nutzen sich daher sehr schnell ab. Es ist daher notwendig, die Angelrolle regelmäßig zu fetten und zu ölen.

Beim Fischfang auf See ist die Situation anders. Salzwasser greift das Metall an und zersetzt es. Das Öl oder Fett bedeckt die einzelnen Fragmente wie ein Film und verhindert für eine gewisse Zeit, dass aggressive Salzpartikel an die Metallteile gelangen. Diese Barriere verhindert Korrosion in und an der Angelrolle.

Woher wissen Sie, wann man die Angelrolle schmiert?

Im Allgemeinen kann man das daran erkennen, dass die Angelrolle schwerer ist. Ein Reibegeräusch kann auch darauf hinweisen, dass die Spule geölt werden muss. Die meisten erfahrenen Angler werden schnell bemerken, wenn die Rolle nicht richtig funktioniert.

Im Folgenden werden wir uns daher mit den Schritten befassen, die zum Ölen einer Spule erforderlich sind.

Anleitung

Demontage der Angelrolle

Entfernen Sie die Kurbel und die Spule vom Bügelarm.
Ziehen Sie nun den Rotor heraus, indem Sie die Sicherungsklammer oder den Sicherungsstift entfernen. Alle Achsenteile sind in der richtigen Reihenfolge angeordnet, so dass bei der Montage keine Probleme auftreten.
Nachdem Sie die Rotorschrauben entfernt haben, können Sie das Getriebe sehen. Auch hier sind alle Teile entfernt.
Die Rollen sind einer starken Beanspruchung ausgesetzt, so dass sich nach einiger Zeit Rillen in das Metall einschleifen. Damit die Walze später wieder ruhig läuft, ist es von Vorteil, die Stelle zu markieren, an der Antriebsrad und Achsschnecke ineinander greifen, und sie auf die gleiche Weise wieder zu montieren.
Wenn der Kurbelknauf steif ist, wird er ebenfalls demontiert, gereinigt und mit einem Tropfen Öl geschmiert.

Reinigung der Angelrolle

Zur Reinigung werden verschiedene Reinigungsmittel verwendet. Einige schwören auf Bremsenreiniger, andere auf Spülmittel. Eines ist sicher, alle Teile müssen einzeln gereinigt werden. Wenn die Teile stark verschmutzt sind, ist es manchmal notwendig, die Fragmente über Nacht einweichen zu lassen. Dann trocknen Sie sie gut ab.

Zum Öffnen der Kugellager sind Spezialwerkzeuge und Reinigungsmittel erforderlich. Die Reiniger sind im Fachhandel für den Modellbau erhältlich.
Ungeöffnete Kugellager werden mit einem Spender am Reiniger durchgeblasen und so von Verunreinigungen rückstandsfrei gereinigt. Anschliessend wird der Lauf des Kugellagers mit einem Kugellagerprüfgerät getestet.

Schmieren und Ölen der Angelrolle

Das Kugellager der Schnurlaufrolle erhält einen Tropfen Öl. Dies sorgt für einen besonders ruhigen Lauf der Schnurrolle.

Ungeöffnete Kugellager können mit einer Fettbremse (Bearing Greaser) geschmiert werden. Alternativ kann Fett in eine kleine Schüssel gegeben und das Kugellager mit den Fingern fest eingedrückt werden.

Nun werden die restlichen, unbeweglichen und beweglichen Teile mit einem Pinsel eingefettet. Dann werden sie der Reihe nach zusammengesetzt.

Die Angelrolle sollte alle sechs Monate gewartet werden, jedoch sofort nach Kontakt mit Salzwasser oder anderem Schmutz.

Benötigte Ausrüstung

Verwenden Sie zum Ölen der Rolle immer Fett- und Ölprodukte aus dem Vorrat des Anglers. Andere Produkte sind oft zu aggressiv und können Kunststoffteile angreifen, ihre Funktion behindern und sogar beschädigen.

Zum Reinigen und Pflegen der Rolle werden die folgenden Werkzeuge benötigt:

  • Inbusschlüsselsatz (Zoll und metrisch)
  • verschiedene Schraubendreher (Kreuz-, Schlitz-, Torx-Schraubendreher)
  • Küchenrolle und Wattestäbchen
  • Steckschlüsselsatz (für stationäre Rollen zum Lösen der Rotorschraube)
  • wasserfester Bleistift
  • Borstenpinsel (zum Auftragen von Fett)
  • verschiedene Pinzetten
  • Fettpresse (zum Befüllen kleiner Kugellager)
  • weiche Zahnbürste

Welche Fische können in deutschen Gewässern geangelt werden?

Allein in Nordrhein-Westfalen können mehr als 30 Fischarten geangelt werden, viele davon sind sehr gute Speisefische.  Im Meer gibt es ebenso einige schmackhafte Fische. Hier sind die zehn beliebtesten Fische, die in deutschen Gewässern geangelt werden können.

Forelle

Forellen

Forellen

Die Forelle ist sehr beliebt unter den Speisefischen. Ein Fluss ist noch in Ordnung, in dem die heimische Bachforelle ihren Bestand noch selbst laichend erhalten kann. Unglücklicherweise ist dies oft nicht mehr möglich, weil die Gewässer verschlammt sind und begradigt werden.

Die Bachforelle wird in der Regel zwei Kilogramm schwer. Ausgewachsene See- oder Meerforellen erreichen dagegen ein Gewicht von bis zu 15 Kilogramm.  Der perfekte Ort zum Angeln: Rügen.

Wels

Der europäische Wels kam ursprünglich im Donaugebiet und im Osten Europas bis zur Elbe vor. Heutzutage ist er zudem im Gebiet des Rheins beheimatet. Er wurde auch in vielen Seen eingesetzt. Der Wels kann eine Länge von bis zu drei Metern erreichen und über 80 Kilogramm schwer werden.  Damit ist er sehr beliebt bei vielen Anglern.

Der Wels frisst als Raubfisch eigentlich alles, sofern es in seine sehr große Mundhöhle passt. Das können sogar ausgewachsene Enten sein.

Schwimmer und Badegäste müssen aber keine Angst vor den Welsen haben, auch wenn sie eine beeindruckende Größe haben. Welse sind harmlos. Beim Schnorcheln kannst du dich diesen neugierigen, aber scheuen Tieren so sehr nähern, dass du sie streicheln könntest.

Hecht

Hecht

Hecht

Ein ausgewachsener Hecht hat keine natürlichen Feinde. Ihr torpedoförmiger Körper, bei dem die Flossen weit hinten liegen, macht die Hechte zu absoluten Kurzstreckensprintern. Sie warten in versunkenen Bäumen oder Pflanzenwäldern auf vorbeischwimmende Beute.

Hechte können mehr als 30 Kilogramm schwer werden und eine Länge von mehr als 1,50 Meter erreichen. Dadurch kann die Beute von großen Hechten sehr groß sein. Die Hechte haben zwar beeindruckende Zähne, stellen aber für Badegäste auch keine Gefahr dar.

Zander

Der Zander wird auch Hechtbarsch genannt. Wie der Wels kam er ursprünglich lediglich in der Elbe und mehr im Osten vor. Heutzutage hat er in vielen Seen, in denen er eingesetzt wurde, sowie im Ruhrgebiet eine Heimat gefunden. Als der Hechtbestand zurückging, was auf die aufgrund von Algenwuchs und Überdüngung trüber gewordenen Seen zurückzuführen war, sollte der Zander diesen ersetzen.

Der Zander ist ein hervorragender Speisefisch und wird bis 1,20 Meter lang und bis zu 20 Kilogramm schwer.

Flussbarsch

Der Flussbarsch ist dadurch leicht zu erkennen, dass er eine charakteristische Rückenflosse hat. Er kommt überall in Ost- und Westeuropa vor. In vielen Seen ist er der am häufigsten vorkommende Fisch. Riesige Schwärme von Jungbarschen sind Nahrung für die großen Barsche und alle anderen Raubfische dieses Gewässers.

Unter den Flussbarschen gibt es nicht wirklich große Exemplare. Sie erreichen eine Länge von 60 Zentimetern und ein Gewicht von 3,5 Kilogramm. Damit sind sie hervorragende Speisefische und beeindruckende Räuber.

Mitunter lassen sich beim Tauchen oder Schnorcheln eine Gruppe mittelgroßer Barsche beobachten, die wie bei Wolfsrudeln Jungfischschwärme zusammentreiben. Dadurch betreiben sie eine erfolgreiche Jagd.

Karpfen

Große Karpfen werden auch als Wasserschweine bezeichnet. Der Karpfen war ursprünglich im Gebiet des Kaspischen Meeres beheimatet. Er wurde schon von den Römern gezüchtet. Der Karpfen kommt in den deutschen Gewässern in seinen Zuchtformen, als längliche Wildform mit komplettem Schuppenkleid sowie als schuppenloser Lederkarpfen vor.

Wenn der Karpfen völlig ausgewachsen ist, erreicht er eine Länge von bis zu 1,20 Metern und ein Gewicht über 50 Kilogramm. Karpfen können auch hervorragend in Teichen gezüchtet werden, da sie ziemlich anspruchslos und Allesfresser sind.

Barbe

Der Barbe spürt Grundtiere mit seinen Bartfäden auf. Er wird oft in Flüssen gesichtet, wenn er sich um die Längsachse dreht und dadurch sein goldschimmernder Bauch zum Vorschein kommt. Der Barbe nimmt seine Nahrung von dem Grund auf. An der Angel ist er ein wilder, ausdauernder Kämpfer.

An der Fliegerrute kann der Barbe für Probleme sorgen, da er länger als 80 Zentimeter werden kann und ein Gewicht von über acht Kilogramm erreicht.

Aal

Der Bestand der Aale wird immer weniger. Der Aal laicht östlich der Karibischen Inseln in der Sargassosee. Die Larven treiben dann mit dem Golfstrom zu den deutschen Küsten. Sie steigen in die Flüsse auf und als erwachsene Tiere wandern sie nach zehn bis zwölf Jahren zurück zur Sargassosee, um dort zu laichen.

Aale, die in Seen leben, und dadurch nicht zurückwandern können, erreichen ein Gewicht von acht Kilogramm und eine Länge von bis zu 1,50 Meter.

Dorsch (Kabeljau)

Der Dorsch ist stark überfischt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass er der beliebteste Fisch an den deutschen Küsten ist. Er erreicht bis zu 35 Kilogramm und eine Länge von ca. 1,50 Meter.

Die Berufsfischerei hat jahrelang Raubbau an den Beständen betrieben, da Dorsche hervorragende Speisefische sind. Der Dorsch darf heute kaum noch gefischt werden.

Makrele

Die Makrele erreicht eine Länge von bis zu 60 Zentimetern und ein Gewicht von 2,5 Kilogramm. Aber nicht die Größe macht sie beliebt, sondern weil Massenfänge möglich sind. Sie kommen in Schwärmen vor und es beißen manchmal sogar mehrere Makrelen an der Angel an, die mit Kunst- oder Naturködern versehen ist.

 

 

Kunstköder

Künstliche Köder sind alle künstlich hergestellte Imitationen verschiedener Beutetiere. Sie werden fast ausschließlich auf Raubfische verwendet. Der Kunstköder wird gebissen, weil es so wie im echten Leben ist. Der Kunstköder wird nicht gefressen und muss immer aktiv gefischt werden.

Die verschiedenen Arten von Kunstködern

  • Kunstfliegen
  • Gummiköder
  • Pilker
  • Oberflächenköder wie Popper
  • Jerkbaits
  • Wobbler, imitieren die Bewegung kranker Fische. Sie wabbeln / taumeln durch das Wasser. Dadurch werden Raubfische angelockt
  • Blinker
  • Spinner

Stahlvorfach – was ist das

Das Vorfach ist ein essenzieller Teil der Angelausrüstung. Ist das Vorfach bzw. das Stahlvorfach zu schwach kann es sein, dass es reißt und so der Fisch verloren ist. Auf der anderen Seite muss das Vorfach zum Kunstköder passen. Passt es nicht, ist diese nicht Balance und somit wahrscheinlich unbrauchbar.

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  • Lieferung mit Schutztasche
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