Ruten
Angelruten

Die Angelrute, Angelgerte oder für die, dies nicht besser wissen wollen, der Stock, ist der Erste Luxusartikel in der Geschichte des Angelsports. Ich habe von den wichtigsten Drei Dingen zum Fischfang geschrieben, die da wären: Köder + Haken + Schnur. Wer schon mal versucht hat so zu angeln, am besten noch in einem Fluss und natürlich vom Ufer aus, wird sehr schnell erkennen warum unsere Vorfahren ihre paar Meter wertvolle Schnur vorne an einen langen Ast bzw. jungen Baum gebunden haben. Der Erste offensichtliche Grund ist das Ausbringen des Köders, das geht per Kran natürlich deutlich besser als per Lasso. Außerdem muss dieser evtl. auf einer bestimmten Stelle gehalten werden. Der Zweite entscheidende Grund ist der Anhieb um den Haken im Fischmaul zu setzen. Je mehr Hebel und je mehr nach oben als nach vorne desto höher die Erfolgsaussichten. Der dritte wichtige Grund ist der Kampf mit dem Fisch. Auch die aller Ersten und primitivsten Ruten waren natürlich gewachsene Triebe oder Äste die nach oben hin konisch zuliefen. So ergibt sich bei Belastung eine Parabolische Kurve. Die dünner werdende Spitze biegt sich und federt die Schläge des Fisches ab, schont damit Schnur und Haken und ermüdet den Fisch. Das mehr an Kraft je weiter unten an der Rute gibt dem Angler den notwendigen Hebel um den Fisch heran zu ziehen. Keine Ahnung wer als Erster auf die Idee kam, auf jeden Fall hat der die Stipp- oder Kopf-Rute erfunden. In der Weiteren Entwicklung der letzten 100 Jahre, speziell der letzten 25 Jahre, sind wir Luft & Raumfahrt, Rüstungsindustrie und Chinesichen Kindern sei Dank nicht mehr auf Haselnuss oder Bambusstöcke angewiesen. Hochleistungs-Kohlefaser, Kevlar, Boron und auch manchmal noch ein bisschen Glasfaser sind die heutigen Materialien. Die Auswahl ist enorm und die Preisspanne reicht vom Wert einer Portion Pommes bis hin zur 7000 Dollar BigGameRute. Allein unser Angebot umfasst beinahe 1000 verschiedene Modelle. Lassen Sie sich zum Thema Angelrute Drei Ratschläge mit auf den Weg geben: 1. Kaufen Sie eine Rute wenn möglich im Geschäft oder falls Sie zu weit von Dollnstein weg wohnen - rufen Sie mich vorher an. Ruten muss man fühlen und nicht sehen. Tun Sie das selbst oder vertrauen Sie mir. Ich will meine Kunden als Stammkunden haben und nicht als Laufkunden. 2. Schauen Sie bei Ruten nicht ausschließlich auf den Preis. Entscheiden Sie sich für ein Preisgefüge mit Rahmen + - 15%. Kaufen Sie sich keinen Schrott. Eine Rute muss keine 500,- € kosten, erfahrungsgemäß aber schon ca. 50,- € um ordentliche Komponenten erwarten zu dürfen. 3. Ignorieren Sie sämtlichen Text und sämtliche Verzierung auf dem Rutenblank. Die Herstellerangaben zum Wurfgewicht sind zu 95% Phantasie und der Hohn überhaupt sind Zielfischangaben. Sie werden oft in meinen persönlichen Komentaren bei einzelnen Ruten lesen: "Was auf der Rute geschrieben steht, ist dem Fisch egal". Natürlich sollen Sie kein Werkzeug zweckentfremden und eine Rute auch nie überlasten. Was ich versuche zu vermitteln ist hier wie an vielen anderen Stellen: "Denken Sie selbst"

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